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Die Fahrt über den Königssee - Teil 1

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Autor: | 01.03.2011

Wer das erste mal am Nordufer des Königssees gestanden hat, und das kleine von Bergen umrahmte Seebecken gesehen hat, versteht weshalb so viele hier zu schwärmen beginnen

Nach vorne der Blick auf den See, und im Rücken die beiden Hotels, die Bootshütten und der Blick auf die Rodelbahn, an deren Fuße sich früher das Seebad befunden hat. Das macht dann einfach Lust auf die Fahrt über den See bis nach St. Bartholomä, Salet und Rückfahrt über den Kessel zurück an die Seelände, zumal der Ausblick von der Bootsanlegestelle die wahre Schönheit des Sees absolut verbirgt. Lesen Sie alle Details in diesem zweiteiligen Spezialartikel!

Schifffahrt am Königssee

Jeder der diesen Blick vor Augen hat wird entweder neugierig oder ist sogar enttäuscht. Aber das ist es gerade, der See birgt nicht nur viele Geheimnisse in der Tiefe, sondern auch für den Besucher ganz am Anfang wie vor dem Beginn eines Kinofilms nur erahnen kann was ihn erwartet. Dann kommt es ganz leise, das Elektroboot der Staatlichen Schifffahrt am Königssee. Das Boot legt an, die Matrosen steigen aus und bitten zum Einstieg in das Schiff. Dann ist es soweit, das Schiff sticht lautlos in den See und gleitet lautlos über das Wasser hinweg - die Bootsfahrt am Königssee kann beginnen. Zur rechten ragt der Fels und Wald des Grünsteins bis zum Gipfel auf ca. 1304 m Höhe hinauf. Zur Linken befindet sich die Insel Christlieger, die am Vorbeifahren die Statue des Hl. Nepomuk im Verborgenen hält.

Um die einzige Insel im Königssee zu erforschen bzw. zu betreten, muss sich der Interessierte ein Ruderboot bei den Bootshütten ausleihen und mit Muskelkraft über den See fahren. Auf der Weiterfahrt öffnet sich der Blick zum Nordufer des Sees, über dem im Hintergrund der Mächtige Untersberg in die Höhe ragt. Im Nordwesten befindet sich das Lattengebirge als natürliche Grenze zu Bad Reichenhall. Weitere jetzt noch sichtbare Gipfel sind die des Hohen Brett und des Skiberg bzw. Wanderberg Jenner. Jetzt wird der Malerwinkel sichtbar. Die noch überlieferten Namen dieses Platzes sind auch Ellnbogen oder Ahornfeldl. Hinter diesem Aussichtspunkt steigt der Fels der Rabenwand in Richtung Jenner in die Höhe. Ein weiterer mächtiger Fels schiebt sich in den See vor, die Falkensteinerwand, von der ein kaum passierbarer Steig um die Seewand herum durch den Wald und Felsgeröll hinauf zum Archenkopf auf ca. 1400 Meter führt.

Ofenloch am Königssee

Senkrecht stürzt diese in den See hinab, der an dieser Seite keinen Fuß breit Boden abgibt für menschliche Wanderungen. Eine Felsenhöhle über dem Wasserspiegel heißt das so genannte „Ofenloch“. Ein rotes Kreuz am Fels über dem Wasser fällt den Schiffsfahrern auf. Dieses Kreuz erinnert an das furchtbare Unglück im Jahr 1688. Damals kenterte ein großes Wallfahrerschiff mit 60 Menschen, die bei der Wallfahrt von Maria-Alm im Bundesland Salzburg aus über das Steinerne Meer bis nach St. Bartholomä gewandert sind, um zu beten. All die Bootsinsassen fanden damals den Tod im See. 

Die Kopie einer alten Votivtafel, die diese Katastrophe darstellt, befindet sich heute im Heimatmuseum von Berchtesgaden. Nun wird die tiefste Stelle des Sees mit ca. 190m passiert. Hier zeigt der See mit einer Länge von 8 km und einer Breite von bis zu eineinhalb Kilometern bald seine ganze Größe und Pracht. Währen die Schiffsbesatzung diese Zahlen und Fakten am laufenden Band präsentiert kommt der große Augenblick, der die Herzen der Insassen des Bootes höher schlagen lässt bzw. die Mitfahrer in Begeisterung versetzt.

Es öffnet sich das fast 600 Hektar große, von Bergen umringte Seebecken des Königssees mit den schneebedeckten Gipfeln der Funtenseetauern mit 2578 Metern und der steil empor ragenden Schönfeldspitze mit 2651 Metern im Hintergrund. Das Auge gleitet am See entlang und erblickt ganz klein die Halbinsel St. Bartholomä, die dem See lange Zeit seinen Namen gegeben hat. Trunken von dieser überwältigenden Naturpracht gleitet das Auge von der einen Seite des Sees zur anderen. Man mag die ganze Welt bereist haben, aber dieser See und diese Hochgebirgswelt in den Alpen bescheren uns ein ungeahntes Gefühl von einmaliger alpiner Großartigkeit und Majestätigkeit. Wahrlich, das ist ein königlicher See.

Echo am Königssee

Während sich der Fahrgast solchen Empfindungen hingibt, folgt nun ein weiteres Schaustück. Wir sind an der Echowand angelangt. Das Schiff stoppt und liegt nun noch stiller im Wasser. Ein Mitglied der Crew öffnet die Tür und setzt mit der Trompete an eine Melodie zu blasen. Der Schall kehrt zurück und begeistert das Publikum. Einmal soll sich ein Einheimischer den Spaß erlaubt haben, die Melodie von „Ich weiß nicht was soll es bedeuten“ zurück gespielt haben, das gab einen großen Aufruhr, so hört man. Ganz früher ist das Echo mit einem Böllerschuss erzeugt worden, doch das Schießen ist halt nicht so schön.

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