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Romy Schneider – die berühmte Schauspielerin vom Königssee

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Autor: | 11.01.2011

Sie ist der Inbegriff der österreichischen Prinzessin: Sissi, Ehefrau von Franz Joseph Karl von Habsburg. Alljährlich zu Weihnachten werden die Filme, die Romy Schneider den Weltruhm verschafft haben, wieder gezeigt und auch gerne gesehen. Das Berchtesgadener Land und die Schauspielerin verbindet die Tatsache, dass Rosemarie Magdalena Albach bei Ihrer Großmutter in Schönau am Königssee aufgewachsen ist

Auch bei Auszeiten vom stressigen Filmgeschäft war sie gerne zu Besuch auf dem Anwesen ihrer Eltern, dem Landhaus Mariengrund in Berchtesgaden. Die Schauspielerin Magda Schneider und Wolf Albach-Retty waren in Ihrer Zeit ein berühmtes Schauspielerehepaar, das sich als Lebensmittelpunkt unser geliebtes Berchtesgaden ausgesucht hat.  Aus dieser Ehe ging am 23. September 1938 die Tochter Rosemarie Magdalena Albach hervor.

Kindheit von Romy Schneider

Sie war das erste von zwei Kindern. Die Kinder und Jugendjahre verbringt Rosemary Magdalena, die spätere Romy, bei Ihrer Großmutter in Schönau am Königssee. Mit sieben Jahren kommt sie in ein Internat nach Österreich - Schloß Goldenstein, das auch heute noch junge Damen für ihr weiteres Leben vorbereitet. Nach acht Jahren Schulzeit in Österreich, verlässt das junge Mädchen im Alter von 15 Jahren die Schule mit der mittleren Reife.

Bereits im Internat schreibt das junge Mädchen 1952 folgendes in ihr Tagebuch: „Wenn es nach mir ginge, würde ich Schauspielerin werden, so wie Mammi“. Kurz vor Beendigung der Schule spielt die 15-jährige Romy mit ihrer Mutter im Film „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“ mit. Bereits im Jahr 1954 bekommt Romy die Rolle, die sie bis an ihr Lebensende verkörpern wird. Sie spielt von 1954 bis 1957 in vier Filmen die Sissi. Später sagt sie über die Sissifilme einmal folgenden Satz: „Die Sissi pappt an mir wie Grießbrei“. Damals wird Ihre Karriere vom Gastronomieunternehmer und Stiefvater Hans-Herbert Blatzheim begleitet. Er vermarktet Romy sehr geschickt. Etwa zwanzig Jahre später kommt auch eine dunkle Seite dieser Zeit ans Licht, denn „Daddy“ hat seiner Stieftocher angeblich auch nachgestellt.

Schauspielrolle der Sissy

Weitere Rollen waren im Jahr 1954 die erste Hauptrolle im Film „Mädchenjahre einer Königin“. Hier spielte sie aber nicht die Sissi, sondern die Königin Victoria. 1955 spielte sie neben Hans Albers im Film „Der letzte Mann“ und die Hauptrolle im Film „Die Deutschmeister“. Auch beginnt in diesem Jahr der Weltruhm mit der Darstellung der österreichischen Kaiserin „Sissi“ mit den weiteren Folgen „Sissi, die junge Kaiserin“ im Jahr 1956 und „Sissi - Schicksalsjahre einer Kaiserin“ im Jahr 1957. Für die schauspielerische Leistung in „Sissi, die junge Kaiserin“ erhält Romy den Bambi.

In den folgenden Jahren versucht sie sich von dem „Sissi-Image“ zu lösen. Sie spielt neben Horst Buchholz in den Filmen „Robinson soll nicht sterben“ und „Monpti“. Im Jahr 1958 spielt Sie im Film „Christine“ (eine Neuverfilmung des Romans „Liebelei“), im Film „Die Halbzarte“. Bei den Dreharbeiten lernt Sie den französischen Schauspieler Alain Delon kennen. Vom „Sissi-Image“ kann sie sich nach wie vor nicht lösen, und enttäuscht immer mehr auch die treue „Sissi-Fangemeinde“.

Romy und das Jahr 1959

Im März diesen Jahres verlobt sich Romy Schneider mit dem Schauspieler Alain Delon. Sie wohnt nun zunehmend in Frankreich und spielt in Filmen wie „Ein Engel auf Erden“ - bitte nicht mit der US-amerikanischen Serie "Ein Engel auf Erden" mit Jonathan Smith, dem leider schon verstorbenen Schauspieler Michael Landon, und Victor French als Mark Gordon verwechseln!

Nochmals eine Kaiserin spielt sie an der Seite von Curt Jürgens in „Katia – die ungekrönte Kaiserin“. Im Jahr 1960 kehrt sie für kurze Zeit wieder nach Deutschland zurück um bei dem Film „Die Sendung der Lysistrata“ mitzuspielen.

Die Jahre ab 1960

Die Verfilmung von Franz Kafkas Roman, „Der Prozess“ unter der Regie von Orson Welles verschafft der Schauspielerin Romy Schneider auch in Deutschland wieder neuen Erfolg. In Frankreich erhält sie für die Rolle der „Leni“ den Preis für die beste ausländische Schauspielerin. Im Jahr 1963 trennt sich Delon von Romy Schneider, und 1964 versucht sich die Schauspielerin das Leben zu nehmen. Seit 1962 ist „Die Schneider“ in Hollywood und 1971 schreibt Paris Match über sie: „Vierzig Jahre nach Greta Garbo und Marlene Dietrich, fünfzehn Jahre nach Marilyn Monroe gibt es auf der Leinwand wieder einen wirklich großen Star“. Die Schauspielerin Romy Schneider hatte nie eine Schauspielausbildung, aber in über 61 Filmen mitgespielt. Ausgezeichnet wurde Sie in den Jahren 1979 und 1981 noch mit dem begehrten César.

Die Ehe mit Schauspieler Alain Delon

So groß der Erfolg auf der Leinwand auch war, desto ernüchternder war ihr Privatleben. So wie die Ehe mit dem Schauspieler Delon im Jahr 1963 gescheitert ist, so scheiterte auch die Ehe mit dem Berliner Theaterregisseur Harry Meyen. Aus dieser Ehe entstand das erste Kind, der Sohn David. Auch die dritte Ehe mit dem Privatsekretär Daniel Biasini endet im Desaster. Auch aus dieser Ehe wird ein Kind geboren, nämlich die Tochter Sarah-Magdalena.

Sohn von Romy Schneider verunglückt

Im Jahr 1981 verunglückt der Sohn David tödlich vor dem Haus der Schwiegereltern. Sie ist schwer geschockt, nimmt immer häufiger Schlaftabletten, Aufputschmittel und trinkt zu viel. Am 29 Mai 1982 stirbt sie in ihrer Pariser Wohnung. Die Mutter Magda Schneider sagte einmal in einem Interview über den angeblich natürlichen Tod Ihrer Tochter: „Was um Himmels willen ist schon natürlich am Tod einer schönen jungen Frau von 43 Jahren?“. Am 23. April 1981 sagte Romy Schneider über sich selbst: „Sissi – ich bin doch längst nicht mehr Sissi, ich bin eine unglückliche Frau von 42 Jahren, und heiße Romy Schneider.“

Die Schauspielerin Schneider im Theater

Am 29. März 1961 ist im Théâtre de Paris die Premiere des Theaterstücks „Schade, dass sie eine Hure ist“. Hier spielt sie zusammen mit Ihrem Mann Delon ein Inzest-Drama. Das Stück schlägt beim Publikum voll ein und ist der Beginn der Karriere als Bühnenschauspielerin. Der Regisseur Visconti sagte damals über die deutsche Schauspielerin, dass sie eine der genialsten Schauspielerinnen in ganz Europa sei.

Eine der bekanntesten Töchter Berchtengadens wird uns immer in Erinnerung bleiben!

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