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Urlaub und Heimat: Der Königssee - Jahrtausende der Schönheit

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Autor: | 25.08.2010

Der Bergsee inmitten der Berchtesgadener Landschaft steht für Schönheit, Verbundenheit und Beständigkeit

Der Königssee ist vor ca. 10.000 Jahren entstanden, und zeigt seinen Charme als unwiederbringliches Urlaubsgebiet und Platz der Vergangenheit und die Zukunft kommender Generationen.

Offensichtlich war schon seit Urzeiten alles so wie wir es kennen, doch auch so ein sensationeller See wie der Königssee wurde irgendwann einmal von Mutter Natur erschaffen. Alles zum Thema Einzigartigkeit Königssee finden Sie in diesem Artikel.

Die Entstehung unseres Königssees

Das Seebecken des Königssee besteht aus Dachsteinkalk und entstand vor ca. 140 Millionen Jahren als Grabenbruch. Die heutige Form des Königssee entstand durch Eis-Erosion in der Würm-Kaltzeit, auch als Würmeiszeit bezeichnet. Die heutige Seeoberfläche beträgt ca. 5,2 qkm. Der See ist heute eines der beliebtesten Ausflugsziele im Berchtesgadener-Land, wenn nicht gar von ganz Bayern.

Die Entstehung des Königssee auf der Nordseite der Alpen reicht also 140 Millionen Jahre zurück, und den See selbst gibt es immerhin schon seit 10.000 Jahren. Dass er heute eines der Ausflugsziele und Urlaubsziel vieler Urlaubsgäste des südlichen Bayern ist, hat er wohl selbst nicht geglaubt. Auch die Trennung von Obersee und Königssee bestand von Anfang an. Gespeist wird der See von einigen Zuflüssen wie den Schrainbach, Obersee, Kesselbach, dem Eisgraben sowie dem Königsbach. Rund um den Königssee wurde bereits Anfang des 20. Jahrhunderts ein Pflanzenschutzgebiet eingerichtet und somit ist die Umgebung mit natürlichen Pflanzengesellschaften besiedelt.  Die Tiefe reicht dabei bis zu 190 m und aufgrund der Abflussmenge in die Königsseer-Ache, würde ein kompletter Wasseraustausch ca. 2,5 Jahre dauern.

Fischen im Königssee

So ein großer See in den Alpen war natürlich auch von jeher für die Nahrungsversorgung er Bevölkerung sehr wichtig. So findet sich auch hier wieder ein Datum, dass die Nutzung des Fischbestandes im Königssee regeln sollte. Im Jahre 1156 wurde das so genannte "Fischregal" an das Berchtesgadener Kloster verliehen. Die Erteilung dieses "Fischregal" berechtigte das Kloster in Berchtesgaden Fischwirtschaft am Königssee zu betreiben. Von Anfang an wurde der Seesaibling gefischt, der als besondere Delikatesse gegolten hat und gilt. Noch heute bekommt der Besucher diesen Fisch als so genannten Schwarzreuter geräuchert direkt auf der Halbinsel St. Bartholomä.

Der Schwarzreuter hatte auch deshalb eine so große Bedeutung, da dieser Fisch von den Berchtesgadener Fürstpröbsten gerne als Geschenk bei damaligen diplomatischen Anlässen genutzt worden ist. Der Fischer vom Königssee war zu dieser Zeit auch nicht selbstständig wie heute, sondern ein Bediensteter des Klosters in Berchtesgaden. Er überwachte die Fischerei und stellte die ausreichende Versorgung des Klosters mit Fisch sicher. Im 18. Jahrhundert wurden über den Fischfang dann schon genaue Aufzeichnungen geführt. Diese Aufzeichnungen wurden "Kuchlrechnungen" genannt.

Gemäß dieser Unterlagen wurde folgendes gefangen:
85% Seesaibling
10% Hecht
5% Rutte

Fischsorten im Königssee

Die erste wissenschaftliche Untersuchung der Fischarten im Königssee wurde ebenfalls im 18. Jahrhundert durchgeführt. Der Wissenschaftler Franz von Paula Schrank dokumentierte die Fischvorkommen und versuchte den Schwarzreuter zu klassifizieren. Der Fischverbrauch war so hoch, dass im 19. Jahrhundert der Fischfang sehr stark zurück ging. Zur Abhilfe wurden Seesaiblinge aus anderen Regionen eingesetzt. Woher diese Fische kamen weiß man nicht so ganz genau. Vermutet wird, dass diese Fische aus dem Grünsee und oder Fuschlsee gekommen sind. Gleichzeitig wurde in dieser Zeit die Fischzucht künstliche Fischerbrütung begonnen. Heute ist der Hauptertragsfisch die Renke, die Mitte des 20. Jahrhunderts in den Königssee eingesetzt worden ist, obwohl der Saibling ein deutlich höheres Vorkommen besitzt.

Der Königssee im Winter

Nur sehr selten bietet sich die Gelegenheit über den gefrorenen Königssee zu wandern. Dies vor allem auch durch den Ganzjahresbetrieb der staatlichen Schifffahrt. Durch die Schifffahrt wird das Wasser ständig in Bewegung gehalten, und kann so nicht so leicht zufrieren. Aber dennoch, im Winter 2006 ist der See wieder einmal ganz zugefroren und zur Begehung durch die Gemeinde und Wasserwacht freigegeben worden.

Zu diesem Anlass kamen hunderttausende zum See um von der Seelände bis nach St. Bartholomä oder noch weiter zu wandern. Die Skitourengeher konnten plötzlich von den Bergen auf den See herunterfahren und über den See im Skaterschritt hinaus gleiten. Es wurden Routen festgelegt über die Besucher gehen konnten, und die Wasserwacht war mit einigen Einsatzkräften ständig vor Ort, um ein Einbrechen der Spaziergänger zu verhindern.

Wenn der Königssee im Winter allerdings nicht zufriert, kann der Besucher mit dem Schiff die verkürzte Route befahren und eine einzigartige Winterlandschaft genießen.

Wasserqualität in den Alpen

Trotz des extrem hohen Besucherstromes, dem der See ausgesetzt ist, zählt der Königssee nach wie vor zu den saubersten Seen überhaupt, die wir haben.

Damit das auch in Zukunft so bleibt, wurde St. Bartholomä mit der Gaststätte etc. an den Kanal angeschlossen. Seitdem werden die Abwässer durch ein Rohr, das auf den Grund des Sees abgelassen worden ist, durch den See gepumpt und hinter dem See der öffentlichen Kanalisation zugeführt. Somit kann der vor ca. 10.000 Jahren entstandene See auch für die nächsten Generationen erhalten werden und noch viele Besucher, Wanderer und Bergsteiger begeistern.

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