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Die erste Salewa Klettersteigschule in Berchtesgaden am Königssee

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Autor: | 08.08.2010

2010 wurde in Berchtesgaden am Königssee die erste Salewa Klettersteigschule der Welt eröffnet. Der Ursprung aller öffentlichen Klettersteige waren die im Jahr 1970 von den Italienern installierten Klettersteige in Brenta.

Nachdem die Vielfalt der Freizeitsportarten mittlerweile keine Grenzen mehr kennt sind Trends in alle Richtungen zu beobachten. Einer dieser Trends ist das Bergsteigen über so genannte Klettersteige. Damit Sie die Grundsätze der Klettersteige und die Basistechniken für den Durchstieg eines solchen Steiges erlernen können, wurde in Berchtesgaden die Klettersteigschule eröffnet.

Eröffnung der ersten Klettersteige

Seit der Eröffnung der ersten Klettersteige sind mittlerweile 40 Jahre vergangen. Die Via Ferrata haben einen neuen Trend beim Bergsteigen hervorgebracht. Der Name "Via Ferrata" heißt übersetzt Eisenweg, was für einen Hacken, Eisentreppen und Seilen gesicherten Weg ein sehr treffender Name ist. Auf den Boom der Alpinen Trendsportarten hat sich auch Salewa als Hersteller der Ausrüstung und Berchtesgadener Bergführer eingestellt, als Sie am Rande des Königssees einen Klettersteig über den Grünstein hinauf angelegt haben. Neben dem Übungsstein im Herzen der Schönau ist der Klettersteig auf den Grünstein der Klettersteig, an dem man das theoretische Wissen aus der Klettersteigschule Berchtesgaden in die Praxis umsetzen kann. Aber Achtung, das Durchsteigen von Klettersteigen birgt sehr viele Gefahren. Es ist ungeübten auf jedem Fall die Begleitung durch einen professionellen Bergführer zu empfehlen.

Mittlerweile gibt es in fast allen Regionen der Alpen Klettersteige mit verschiedensten Schwierigkeitsgraden. Viele Tausend Meter Stahlseil, Haken und Tritthilfen finden sich in den Felsen der europäischen Alpen. Die massive Nachfrage der Gäste lässt gerade in den bayerischen Alpen sehr viele neue Klettersteige entstehen.

Die Ursprünge der Steige

Schon immer gab es in den Alpen Passagen, die ohne Hilfsmittel von Menschen nicht überwunden hätten werden können. Aus diesem reinen Selbstzweck versuchte man diese Stellen mittels Hilfsmittel zu überbrücken und vermied somit in der Regel sehr weite Umwege. An eine Nutzung für Urlaubsgäste und Bergsteiger oder gar Bergsportler hat damals keiner gedacht. So kommt es auch, das bereits vor einigen hundert Jahren Wege mit Leitern in den Alpen durchaus bekannt waren und als Wirtschafts- und Verbindungswege von den Bergdörfern zu den höher gelegenen Almen genutzt worden sind. Natürlich gab es damals noch keine Sicherungseinrichtungen und alle Hilfsmittel waren damals aus Holz und nicht aus Stahl. Schwere Unfälle waren damals ebenfalls keine Seltenheit.

Man kann also davon ausgehen, dass die wirklichen Ursprünge dieser Modernen Steige bei diesen hochalpinen Wirtschaftswegen liegen. Ebenfalls als Vorbild für die modernen Klettersteige dürfen die im ersten Weltkrieg angelegten Wege der Soldaten in den Südtiroler Dolomiten angesehen werden. Damals tobte ein erbitterter Kampf zwischen Österreich-Ungarn gegen Italien. Hier fanden Schlachten um jeden Gipfel statt und zur Versorgung der Truppe wurden Wege zur Versorgung der Soldaten angelegt. Damit ein Durchstieg möglichst schnell erfolgen konnte, wurden hier auch die noch heute bekannten Stahlstifte und Seilsicherungen eingesetzt.

Definition eines Klettersteiges

Ein Steig ohne Sicherungen, den man als Bergsteiger durchklettern kann ist ein "normaler" Weg. Erst ein mit Eisenklammern oder Eisenstiften gesicherter Weg, die als Trittstufen verwendet werden, mit zusätzlichen Sicherungen wie Stahlseilen und Haken wird als Kletterweg oder Klettersteig bezeichnet. Natürlich gibt es auch kurze Passagen in Wanderwegen die mit einigen Trittstufen oder Stahlseilen gesichert werden. Diese kurzen Passagen sind aber keine solchen Steige. Meist sind die Steige auch speziell ausgewiesen und Warnschilder weisen auf die Gefahren hin. Heutzutage sind in den Sportklettersteigen auch spezielle Schwierigkeiten absichtlich eingebaut, um die Attraktivität des jeweiligen Klettersteiges zu erhöhen. Somit darf sich der Bergsteiger nicht wundern, wenn er eine einfachere Route auf den Berg an einer anderen Stelle vermutet.

Auch Seilbrücken werden oft als zusätzliches Element zur Steigerung der Attraktivität eingesetzt. Die stetig steigende Beliebtheit der Klettersteige ist wahrscheinlich in erster Linie daraufhin zurückzuführen, weil sehr schwierige Routen, die früher nur von wirklichen Bergsteigern bewältigt werden konnten, nun auch von weniger versierten Bergwanderern begangen werden kann. Somit ist aus diesem Trend eine eigene Alpine Disziplin herangewachsen. Die Gefahren dieser Disziplin dürfen aber zu keiner Zeit unterschätzt werden. Deshalb ist auf alle Fälle ein Kurs bei der Klettersteigschule in Schönau am Königssee zu empfehlen.

Erkennungsmerkmale eines Kletter-Steiges

Neben den Hinweisschildern am Anfang bzw. am Ende eines Klettersteiges lässt sich ein solcher auch an anderen Merkmalen erkennen. Wenn entlang des Weges ein Stahlseil zur Sicherung verläuft oder gar ein zweites Stahlseil in dem Sie sich mit einem Karabiner einhängen können, dann sollten Sie Ihr Können und Ihre Ausrüstung hinterfragen und spätestens an dieser Stelle überlegen ob Sie nicht umkehren sollten. Treffen Sie dann auf steiles Gelände mit Eisenstufen und U-Haken und Eisen, die zum Einhängen von Karabinern dienen, dann befinden Sie sich definitiv bereits mitten im Klettersteig.

Bitte gehen Sie an solchen Stellen nur weiter wenn sie sich sicher sind, dass Sie diesen Aufstieg auch bewältigen können. Weitere Hinweise auf einen Klettersteig sind Eisenleitern und Seilbrücken. An manchen Orten wurden zusätzlich noch Tritthilfen in den Fels geschlagen.

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