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Die Bobbahn und Rodelbahn am Königssee - die erste Kunsteisbahn der Welt

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Autor: | 31.07.2010

Die Bob- und Rodelbahn am Königssee wurde im Jahr 1968 errichtet und schon 1969 fanden die ersten Wettbewerbe auf der Bob- und Rodelbahn statt. Die Bahn wurde später die erste Kunsteisbahn weltweit und weist eine Länge von 1640 Meter, 17 Kurven und einen Kreisel auf.

Die Gäste am Königssee können heute vom Kreisel aus selbst mit dem Schlitten beim Gästerodeln die Bahn testen oder mit dem 4er-Bob mit dem Rennbobtaxi durch den Eiskanal rasen.

Bobbahn Berchtesgaden

Der Rodelsport hatte im Berchtesgadener Land und auch am Königssee schon immer einen sehr hohen Stellenwert. Schon in den 30er-Jahren nahmen Berchtesgadener und Königsseer an nationalen und internationalen Rennen teil. So ist es kaum verwunderlich, dass sich hier am Königssee Gedanken über eine professionelle Rodelrennstrecke gemacht worden sind.  Bevor die Kunsteisbahn am Königssee gebaut worden ist, fanden die Rennen auf der Natur-Rodelbahn am Vorderbrand oder Obersalzberg statt. Dort wo die Straße die Rodelbahn kreuzte, wurde mittels Ampelregelung der Autoverkehr gestoppt. Aufgrund des ständig steigenden Verkehrs war dies auf Dauer nicht tragbar.

Die im Jahre 2010 umgebaute Kunsteisbahn für den Bob-, Rodel, und Skeletonsport am Königssee hatte mehrere Väter. Maßgeblich beteiligt waren der ehemalige Bundestrainer Sepp Lenz mit seinem Bruder Lorenz und seinem Vater Lorenz. So führte Lorenz Lenz sen. die Grundstücksverhandlungen, während die Söhne Lorenz und Sepp die Strecke der damals noch als reine Rodelbahn geplanten Bahn planten. So begann 1959 der Bau der Bahn. Bei diesem Bau leisteten die Mitglieder des WSV-Königssee ca. 1.000 Arbeitsstunden kostenfrei und der Fremdenverkehrsverband des Berchtesgadener Landes hat diesen Bau der Rodelbahn mit 15.000 DM unterstützt.

Bau der Bobbahn

Doch es dauerte nicht lange bis an der Rodelbahn am Königssee wieder weiter gebaut worden ist. In den Jahren von 1961 bis 1963 wurden in die  Bahn 146.681,- DM an Erweiterungen und Neuerungen investiert. Dazu gehörten zum Beispiel die Verbesserungen an Kurven für 42.706,- DM, Wasserversorgung 23.415,- DM, Beleuchtung 75.654,- DM, Telefonanlage und Lautsprecher für 4.906,- DM.
Im Jahre 1962 erfolgte der Ausbau für den Zweierbob. In den Jahren 1963 bis 1964 wurde das Zielhaus mit der Unterbringung der Kampfrichter, Presse und Sanitätern errichtet. Seit 1965 ist diese Sportstätte am Königssee das Bundesleistungszentrum für Rennrodeln in Deutschland.

Bahnbrechend war das Jahr 1968. Das Ingenieurbüro Deyle aus Stuttgart plante die Umstellung auf Kunsteis. Der erste Ausbau zur ersten Kunsteisbahn der Welt kostete 4,6 Mio. DM und wurde zu rund 80% vom Bund und 20% vom Freistaat Bayern finanziert.
Die Kunsteisbahn am Königssee hatte damals eine Länge von 1114 m und 16 Kurven. Auch diese Anlage wurde wieder an die örtlichen Gegebenheiten angepasst und die sehr schattige Lage sorgte schon damals für geringen Energieverbrauch und sehr hohe Eisqualität.

So sorgen ständige Neuerungen immer dafür, dass die Bob- und Rodelbahn am Königssee immer den neuesten Anforderungen entspricht. Heute ist die Kunsteisbahn am Königssee ein fester Bestandteil in der internationalen Szene des Bob-, Rodel- und Skeletonsports. Nicht nur die normalen Weltcuprennen, sondern auch internationale Meisterschaften wie Europameisterschaften, Weltmeisterschaften  finden auf der Kunsteisbahn statt sondern auch für die Bewerbung der Stadt München für die Olympischen Spiele 2018 ist die Bob- und Rodelbahn für die Austragung der Wettkämpfe vorgesehen.

Bundestrainer Sepp Lenz

An allen Entwicklungen maßgeblich beteiligt war der ehemalige Bundestrainer Sepp Lenz, der in den Fachkreisen auch "Goldschmied" genannt worden ist. Sepp Lenz ist mit dem Schlitten groß geworden. So ist Lenz in den Wintermonaten mit dem Schlitten zur Schule gefahren. Damals waren die Winter auch noch strenger und mehr Schnee auf den Wegen. Bereits der Vater von Sepp Lenz bestritt auf diversen Naturrodelbahnen Rennen und war bei den Planungen und Bau der ersten Bahn, wie oben beschrieben, maßgeblich beteiligt.

Dass die Lage der heutigen Kunsteisbahn ideal sein müsste, wusste Sepp Lenz alleine schon deshalb, weil er als Schiffsführer bei der staatlichen Schifffahrt Königssee jeden Tag über den See gefahren ist und sich sein Blick bei der Abfahrt immer auf den Grünstein gerichtet hat. Nebenher war Sepp Lenz auch aktiver Rodelsportler. Er holte zum Beispiel 1962 drei Einzeltitel bei den Europameisterschaften und zwei deutsche Meisterschaften. Insgesamt war der heimliche Vater der Kunsteisbahn 29 Jahre lang der Bundestrainer.

Georg Hackel und der Bobsport

Unter seiner Leitung wurden insgesamt 91 Medaillen bei Olympia, Europa- und Weltmeisterschaften gesammelt. Sein erfolgreichster Zögling war Georg Hackel, der Sepp Lenz schon mal als "Übervater des Rodelsports" bezeichnet hatte. Durch all dieses Engagement aller Beteiligten wurde der Name der Kunsteisbahn am Königssee in die ganze Welt hinausgetragen.

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