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Der Zauberwald in der Nationalparkgemeinde Ramsau

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Autor: | 22.01.2011

Der Zauberwald in Berchtesgaden - sieser Wald im Herzen des Nationalparks steht auf dem Überresten eines Felssturzes, der hier die Landschaft bereits vor ca. 3500 Jahren geprägt hat. Der Wald wurde zu einer der 100 schönsten Geotope in ganz Bayern ernannt, und zieht jährlich tausende von Besuchern in seinen Bann, denn mittendurch führt ein unvergesslicher Spazierweg

Ebenfalls fließt das Wasser des Hintersees durch den Zauberwald, das später zur Ramsauer Ache wird. Haben wir Ihre Neugier erweckt? Also los, mehr Infos finden Sie in diesem Artikel auf Erlebnis Königssee, Ihrer Informationsseite über den Königssee, Berchtesgaden und alle Urlaubsgebiete für Ihre nächsten Ferien.

Wanderung Zauberwald

Für den Laien ist eine Wanderung durch den Zauberwald Berchtesgaden erst einmal ein unvergeßliches Erlebnis. Wanderer mit einer guten bis sehr guten Phantasie, können hier und dort schon einmal Fabeltiere wie Waldgeister oder lustige Wasserwesen im sprudelnden Gebirgsbach ausmachen. So gibt es zur Entstehung des Zauberwaldes auf der einen Seite eine alte und überlieferte Legende, sowie wissenschaftliche Erkenntnisse. Doch erstmal sei erklärt was überhaupt ein Geotop sein soll. Ein Geotop ist eine vom Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz herausgegebene Auszeichnung für wichtige Zeugnisse der Erdgeschichte. Diese Auszeichnung soll die natürliche Vielfalt der Heimat erhalten und schützen.

Die Legende zum Zauberwald

Diese besagt, dass im parallel zum Königssee liegenden Gebirgstal der nördlichen Alpen zwei Riesen gelebt haben sollen. Eines schönen Tages bekamen die beiden Streit und begannen sich mit Steinen zu bewerfen. Einige dieser Steine vielen als große Felsbrocken in das Tal und stauten einen kleinen Bach allmählich auf. Aus diesen aufgestauten Bach wurde später der Hintersee.

Zauberwald - wissenschaftlich betrachtet

Dass vor einigen tausend Jahren zwischen Schärtenspitze und Steinberg in etwa 15 Millionen Kubikmeter Gestein abgebrochen sein müssen, und über 1000 Meter ins Tal gestürzt sind. Jedoch blieben diese Steine und Felsen nicht gleich an Ort und Stelle liegen, sondern brandeten auf der gegenüberliegenden Seite bis auf eine Höhe von 160 Metern hinauf.  Diese Gesteinsmassen waren die Basis für den heutigen Zauberwald, denn die Gesteinsmassen wurden in skurrilen Formen übereinander gestapelt, kleine Bäche wurden aufgestaut und die heute vorhandene Faune vollendet den in Minuten geschaffenen Zauber.

Eiszeit in Berchtesgaden

Doch was hat diesen gewaltigen Felssturz damals ausgelöst? Während der quartären Eiszeit wurde das heutige Blaueistal tief ausgeschürft. Das Ergebnis war ein Trogtal mit sehr steilen Flanken. Als das Eis abgeschmolzen war, fehlte dem Gestein der Halt bzw. das Widerlager. Durch den Einfluss der Witterung verlor der in Berchtesgaden typische Dachsteinkalk den Halt und rutschte einfach ab. Diese für Berchtesgaden typische Gesteinsart ist vor ca. 200 Millionen Jahren entstanden. Damals war diese Gegend ein tropisches Flachmeer. Aus den kalkigen Gehäusen und Schalen von Meeresorganismen und anderen Gesteinseinheiten bildete sich der Dachsteinkalk. Bei der späteren Gebirgsbildung wurde dieses Material angehoben sowie gefaltet und als tektonische Decken transportiert. Auch heute noch findet man auf der Reiteralm und im Hochkalter-Massiv verschiedene Decken, die die gleiche Zusammensetzung wie das Gesteinsmaterial des Zauberwaldes aufweisen, und somit auch auf diesen Bergsturz hinweisen.

Entdeckung des Zauberwaldes und der Ramsau

Im 19. Jahrhundert haben sich in der Region rund um den Königssee und Berchtesgaden sehr viele Künstler aufgehalten. Diese Künstler wurden irgendwann natürlich auch auf den sehr idyllisch gelegenen Hintersee aufmerksam. Bald zeigten Bilder und Erzählungen Wirkung auf Künstler in ganz Europa. Aber nicht nur Maler, sondern auch Dichter und Schriftsteller waren von diesem Landstrich bzw. dem wundersamen Wald begeistert. Somit wurde in den Jahren 1896 bis 1897 durch den Zauberwald der erste Wanderweg angelegt. Im Jahr 1920 bekam dieser Wanderweg dann auch die Bezeichnung „Zauberwald-Weg“.

Noch heute führt der Weg vom Hintersee aus durch und an mächtigen Gesteinsmassen vorbei, wobei sich die Natur schon längst die Gesteinsmassen erobert hat und in der Gesamtheit heute die Besucher begeistert.

Zur Information für die Wanderer wurden seitens der Staatsregierung Informationstafeln bezüglich des Geotopstatus und ein Naturlehrpfad von der Nationalparkverwaltung installiert. Der Lehrpfad bietet Einblicke in die höchst vielfältige Pflanzenwelt des Zauberwaldes und über die geologische Geschichte dieses Landstrichs.

Kinder im Zauberwald - ein Erlebnis für sich

Die Infotafeln sind für Kinder eher weniger interessant, dafür werden Ihre Kinder die kleinen Pfützen am Rande des Baches lieben. Nehmen Sie sich die Zeit um mit den Kleinen gerade diese „Kleinigkeiten“ anzusehen. Beim Urlaub mit Kindern sieht man in diesen feuchten Ecken auch die sehr seltenen Feuersalamander, kleine Bachkrebse und ähnliches Kleingetier. Auch die Fauna am Wegesrand hat einiges zu bieten, wenn sich der Wanderer nur die Zeit zum Beobachten nimmt. Hier hüpft ein Eichhörnchen von Baum zu Baum, dort klopft der Specht an einem Stamm herum, und wenn einem das Glück hold ist, dann sieht der aufmerksame Beobachter mit Sicherheit auch noch das eine oder andere seltene Tier im Gebüsch, oder gut getarnt hinter großen Farnblättern.

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