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Der zugefrorene Königssee

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Autor: | 25.02.2012

Der Königssee ist einer der Bergseen, die nur sehr selten zufrieren. Im Schnitt alle sechs bis sieben Jahre ist es dann wieder soweit, und der See friert zu

Erst nach Freigabe durch die örtlichen Behörden darf der See dann schließlich auch betreten werden. Im Jahr 2006 waren es binnen weniger Tage weit über 10.000 Menschen, die von der Seelände bis zur Kirche St. Bartholomä, oder sogar noch weiter gewandert sind.

Eisdecke vom Königssee

Um die Eisfläche eines Natursees betreten zu dürfen, muss der See von den Behörden frei gegeben werden. Die Eisdecke ist dann in der Regel über 15cm dick und die Stabilität der Eisdecke wird entsprechend von den Behörden geprüft. Wenn Sie sich nicht sicher sind, dürfen Sie auf keinem Fall eine Eisdecke eines Sees betreten. Hier herrscht absolute Lebensgefahr. Beim Einbruch ins Eiswasser haben Sie kaum noch Überlebenschancen. Generell ist es so, dass kleine und flache Gewässer schneller zufrieren. Dies sind dann jene Seen, auf denen im Winter regelmäßig Schlittschuh gefahren werden kann und der dann täglich von den Eisstockschützen besucht wird. Bei großen oder auch tiefen Seen passiert es schon wieder nicht so leicht, dass der See eine geschlossene Eisdecke bildet.

Wie friert ein See zu

Die Entstehung einer Eisdecke auf einem See ist ein langwieriger Prozess, der bereits im Spätsommer beginnt. Die kalten Nächte und kurzen Sonnenstunden kühlen den See bereits stark ab. Aufgrund der physikalischen Anomalie von Wasser finden sich am Grund des Sees dann Temperaturen von +4°C. Dies liegt daran, dass Wasser bei dieser Temperatur die größte Dichte aufweist, somit im flüssigen Zustand am Schwersten ist, und auf den Grund des Gewässers sinkt.

Um einen See wie den Königssee mit einer Tiefe von 190 Metern abzukühlen bedarf es also einer lang anhaltenden Kälteperiode, die bereits im Herbst beginnen muss. Durch die stetige Abkühlung der Oberfläche erreicht irgendwann der See eine Temperatur, bei der kein Wasser mit 4°C mehr nach unten fallen und warmes Wasser nach oben schicken kann. Ab diesem Zeitpunkt kühlen sich die weiter oben liegenden Wasserschichten weiter ab und erreichen somit auch tiefere Wassertemperaturen. Nach und nach bilden sich kleine Eiskristalle an der Wasseroberfläche. Wenn sich diese verbinden können, dann entsteht Eis. Je ruhiger die Wasseroberfläche ist, desto schneller entsteht dieses Eis.

Bei Gebirgsseen wie dem Königssee wird durch die touristische Schifffahrt das Wasser ständig in Bewegung gehalten. Somit ist dies neben den Zuflüssen der Hauptgrund, warum selbst bei idealen Witterungsbedingungen der See relativ spät eine geschlossene Eisdecke bilden kann. Wird die Schifffahrt erst einmal gänzlich eingestellt und die Temperaturen bleiben konstant bei -5° abwärts, dann kann der See eine geschlossene Eisdecke bilden.

Weitere Informationen rund um das Eis

Warum schwimmt Eis immer oben auf dem Wasser?
Aufgrund der geringeren Dichte (0,9168 pro ccm) von Eis im Verhältnis zum Wasser mit einer Dichte von 1g pro ccm ist das Eis leichter und schwimmt dadurch auch an der Wasseroberfläche. So können sich Eisdecken, schwimmende Eisberge oder auch Eisschollen bilden. Interessant dabei ist auch, dass sich zirka 90% des Volumens des Eises unter Wasser befindet.

Eis einmal chemisch gesehen
Der feste Stoff Eis ist ein kristalliner Festkörper. Die chemische Struktur ist wie bei Wasser H2O, dennoch gehört Eis zur Stoffgruppe der Oxide. In natürlichen Umgebungen kann Eis in verschiedensten Formen auftreten. Je nach Reinheit und Ausschluss von Lufteinschlüssen ist das gefrorene Wasser farblos und transparent. Bei vielen Lufteinschlüssen wirkt Eis durch die Lichtbrechung weiß. Die Kristalle weisen eine konstante Temperatur von 0° Celsius auf.

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