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Alles rund ums Rodeln und Schlittenfahren

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Autor: | 16.01.2012

Rodeln und Schlittenfahren ist Freizeitspaß für die ganze Familie. Gerade Berchtesgaden bietet für diesen Freizeitsport viele Möglichkeiten

Ein Schlitten ist eigentlich ein ganz klassisches Arbeitsgerät. Bis in die Anfänge des 19. Jahrhunderts wurden Schlitten für Arbeiten im Wald genutzt. Die ältesten Schlitten, die bei Ausgrabungen gefunden worden sind, stammen aus dem 9. Jahrhundert nach Christus. Heute ist ein Schlitten ein Freizeitgerät, das Kinder wie Erwachsene ohne großes Zutun in der Freizeit nutzen können.

Rodeln in Berchtesgaden

Hier in den Berchtesgadener Alpen, ganz im Süden von Bayern, finden die Rodelfreunde hierfür ganz hervorragende Naturrodelbahnen. Viele Schlittenfahrer denken nie daran, dass das Schlittenfahren keine großartige Ausbildung benötigt, und ganz intuitiv von jedem ausgeübt werden kann. Schon als kleines Kind hat man sich auf einen Schlitten gesetzt, und ist die ersten Trainingshügel hinunter gerutscht. Auch heute benötigt der Rodler nicht unbedingt eine großartige Unterweisung bzw. Schutzkleidung zum Rodeln.

Wer allerdings Wert auf Sicherheit legt, kann sich natürlich auch hier vor eventuellen Verletzungen schützen. Wichtig ist in jedem Fall auch, dass Sie sich vor Beginn der Talfahrt über den Zustand der Naturrodelbahn kundig machen. Wenn die Bahn stark vereist ist, kann nur mit viel geringerer Geschwindigkeit oder gar nicht gerodelt werden. Eine weitere Frage ist auch, ob der Anstieg der Rodler direkt über die Rodelbahn erfolgt, ober über einen Nebenweg. So kennen Sie nicht nur den Zustand der Bahn, sondern wissen auch ob mit Schlitten ziehenden Fußgängern zu rechnen ist, oder nicht.

Schutzkleidung beim Rodeln

Zum Rodeln auf Natur-Rodelbahnen kann Sicherheitsbekleidung aus dem Motorradshop verwendet werden. Beginnen wir bei den Beinen. Hier verwenden Sie festes Schuhwerk wie Bergschuhe mit einer Sohle, die einen festen Gripp auch bei rutschigem Untergrund bietet. Wenn Sie eine weite Strecke über den Berg hinauf gehen, lohnen sich oft Alu-Einlagen, um keine kalten Füße zu bekommen. Direkt auf der Haut tragen Sie am besten eine atmungsaktive Thermounterwäsche. Darüber können Sie bereits eine Motorradhose mit entsprechenden Protektoren anziehen. Diese Motorradhosen werden heutzutage nicht mehr aus Leder, sondern aus Textilien die Wasser abweisen und  atmungsaktiv sind, gefertigt.

Zusätzlich können mittels Reißverschlüssen diverse Lüftungsschlitze geöffnet werden, damit der Rodler beim Aufstieg nicht zu sehr ins Schwitzen kommt. Am Oberkörper trägt man auf der Haut wieder eine atmungsaktive Thermounterwäsche. Darüber kann eine normale Winterjacke getragen werden. Alternativ bietet sich auch hier wieder eine Motorradjacke aus Textil an. Hier sind an verschiedenen Stellen wieder Protektoren und Polsterungen angebracht, die bei einem eventuellen Unfall schützen können. Auch habe ich im vergangenen Jahr schon einige mit Helm beim Rodeln angetroffen. Hierbei ist es ebenfalls egal, ob es ein Helm zum Skifahren oder ein Fahrradhelm ist, den Sie benutzen. Hier sollten beide ausreichend Schutz bieten. Die hier veröffentlichten Tipps sind natürlich eine rein persönliche Empfehlung ohne jeglichen rechtlichen Charakter oder Garantie. Wer sicher gehen möchte, der besucht das Wintersportfachgeschäft und fragt nach möglichen speziellen Schutzausrüstungen für das Naturrodeln.

Die Technik beim Rodeln

Erst einmal setzen Sie sich in Fahrtrichtung auf den Rodel bzw. Schlitten. Eine aufrechte Sitzhaltung bietet Ihnen mehr Eingriffsmöglichkeiten beim Rodeln. Auf dem Rodel liegen wie die Profis im Eiskanal am Königssee sollten Sie vermeiden, denn diese Stellung bietet eine viel geringere Sichtfläche. Rodeln Sie auch nie mit dem Kopf voraus. Mit der rechten Hand greifen Sie um das Seil, mit der Linken können Sie sich am Schlitten gut fest halten.

Das Kurvenfahren: Um eine Rechtskurve fahren zu können, stemmen Sie den rechten Fuß mit der Ferse tief und fest in den Schnee. Bei einer Linkskurve funktioniert das Ganze natürlich genau anders herum. Je nach Kurvenradius muss der Fuß stärker, oder auch weniger stark nach unten gedrückt werden. Um die Kurvenfahrt noch zu unterstützen, können Sie sich mit dem Oberkörper in die Kurve legen, und somit das Gewicht auf die kurveninnere Kurve verlagern.

Das Bremsen: Um zu bremsen, richten Sie sich auf dem Schlitten auf, setzen beide Fußsohlen flach auf den Boden und drücken so fest es nur geht. Wenn Sie stärker bremsen möchten, dann heben Sie vorne die beiden Hörner an dem Schlitten auf um mit den Kuvenenden den Bremsvorgang noch zu intensivieren.

Das Verhalten beim Rodeln

So etwas wie die FIS-Regeln beim Skifahren, gibt es für Naturrodelbahnen und deren Benutzer nicht.

Hier ein paar Hinweise, die in der Regel für das Befahren einer Naturrodelbahn gelten:

Haftung: Jeder ist für sich selbst verantwortlich
Fahrgeschwindigkeit: Rücksichtnahme ist das oberste Gebot. Ausreichend

Abstand zum Vordermann ist ganz wichtig: Immer nur so schnell fahren, dass Sie auch rechtzeitig bremsen und ausweichen können.

Hindernisse: In der Regel sind die Bahnen nicht gesperrt, somit muss ständig auch mit Hindernissen gerechnet werden.

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