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Die Fahrt über den Königssee - Teil 2

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Autor: | 02.03.2011

Im ersten Teil dieses Artikels, konnte man schon die Größe und Schönheit des Königssee erahnen

Lesen Sie nun Teil 2 unserer Artikelreihe, in der Sie noch mehr Details zu dem hinreißenden Bergsee in Bayern erfahren werden.

Aussichtspunkt am Königssee

Der Schwalbenpalfen und die Brentenwand gleiten an uns nun vorbei. Man zeigt nun den Fahrgästen den auf der anderen Seeseite befindlichen Feuerpalfen, einen berühmten Aussichtspunkt im Gebiet der Gotzenalm. Von diesem Aussichtspunkt aus sieht der Betrachter wie vom siebten Himmel auf den See und St. Bartholomä herunter. Nun schiebt sich langsam die Archenwand vor, von deren Kanzel ein Jägersteig durchs Rinnkendl für schwindelfreie Bergsteiger bis zur Halbinsel St. Bartholomä herunter führt. Eine Felsenhöhle wird den Gästen gezeigt. Das so genannte Kuchler Loch. Angeblich fließt hier das Wasser des Königssees ab, um jenseits des Hohen Göll, bei dem im salzburgischen Dorf Golling, südlich von Hallein, im Gollinger Wasserfall wieder zum Vorschein zu kommen. Eine andere Felsenhöhle über dem Seespiegel wird das „Rentbeamtenloch“ genannt, weil in dieser Höhle zu den noch königlichen Zeiten der königliche Rentamtsvorstand von Berchtesgaden, Freiherr von Hertling, gerne mit seiner Geige zu musizieren pflegte.

Ein weiterer, häufig gehörter Begriff ist die „Teufelsmühle“, dies ist eine intermitttierende, dass heißt aussetzende und ungleich fließende, Wasserhöhle. Diese „Höhle“ befindet sich in der Brentenwand, aus der in der Zeit der Schneeschmelze täglich etliche Stunden lang ein Bach aus dem Felsen fließt.

Haltestelle Gotzenalm

Das Elektroboot, dessen Arbeit für den Passagier eigentlich nicht wahrnehmbar ist dreht sich nun etwas in Richtung Haltestelle Kessel. Diese Haltestelle ist der Ausgangspunkt für den ca. 3 Stunden dauernden Aufstieg über die Gotzentalalm zur Gotzenalm auf 1685 Metern. Dort oben genießt der Bergsteiger eine wahnsinnig schöne Aussicht auf die umliegende Gebirgswelt der Berchtesgadener Alpen.

Ursprünglich wurde der Weg vom Kessel auf die Gotzenalm von König Max dem II. als Reitweg angelegt. Hauptsächlich genutzt hat diesen Weg allerdings der Prinzregent Luitpold, wenn er sich in St. Bartholomä zur Jagd aufgehalten hat. Auch befand sich am Kessel früher eine Alm, die so genannte Kesselalm. Hier war zu früheren Zeiten ein beliebter Vergnügungsplatz der Berchtesgadener. Eine Wegstrecke von ca. 15 Minuten entfernt findet der Wanderer den romantischen Kesselbach-Wasserfall. Hier befand sich bis nach dem 2. Weltkrieg auch eine ca. 800 Meter lange Seilbahn des Forstamt Berchtesgaden. Hier herunter wurde das Holz von der Gotzenalm und Gotzenberg heruntergebracht, bevor es bis zum Stauwehr geschwemmt und dann bis zum Triftplatz am Bahnhof zur Saline Fraunreuth transportiert worden ist. Die Seilbahn war immer von Mai bis Oktober in Betrieb.

Bergsteigerparadies Watzmann

Bei der Weiterfahrt sieht man plötzlich die gewaltigen Felswände des Watzmann. Der Sage nach liegt hier König Watze mit seiner Frau und seinen sieben Kindern, genauer gesagt sechs Buben und ein Mädchen. Weiters sieht der Bootsmitfahrer nun den Archenkopf und den Mooslahnerkopf. Neben den beiden sieht man die so genannte „Gebrannte Wand“, die nach dem großen Waldbrand im Jahre 1767 so genannt worden ist. Ein durch Touristen im Sommer 1947 entstandener Waldbrand über den Felswänden des Eiswinkels hatte damals eine weithin sichtbare  Brandfläche verursacht. Damals mussten rund 3000 Festmeter Holz aus diesen steil emporragenden Felswänden von quasi todesmutigen Holzknechten heruntergebracht werden.

Mitte des Königssee

Inzwischen haben wir die Mitte des Sees erreicht. Der lustige Kapitän, der bei unserer überfahrt den Leuten erklärt hat, dass es von jetzt nur noch bergab geht, schaute nicht schlecht als ein Gast fragte wie hoch den die Höhendifferenz von hier bis Salet sei. Das anschließende innerliche Gelächter von vielen muss ich hier nicht unbedingt erwähnen, aber es war schon toll.

Gleich nach dem innerlichen Amusement sehen wir sie die weltberühmte und gleichwohl auch berüchtigte Watzmann-Ostwand. Nicht weniger als 1800 Meter ragt diese Wand fast senkrecht in die Höhe. Die Ostwand verleiht dem See einen beispiellosen Hintergrund. Diese Wand ist immerhin die höchste Felswand in den gesamten Ostalpen und ohne zweifel ein einmaliges Naturschauspiel. Erstmals bezwungen wurde diese Wand vom „Kederbacher“. Der eigentliche Name war Grill und er war ein Pionier unter den Bergführern. Erfahrende Bergsteiger können die Watzmann-Ostwand in ca. 12 Stunden durchsteigen.

Der Aufmerksame Mitfahrer bemerkt nun einen kleinen weißen Schneefleck. Diese Anhäufung von Lawinenschnee ist eine weitere Besonderheit. Dieser riesige Schneehaufen wird durch Schmelzwasser alljährlich ausgehöhlt und so entsteht Jahr für Jahr die Eiskapelle. Hinter dem Hachlwändchen erscheint der „Napoleonskopf“.

Bucht bei St. Bartholomä

Die große Bucht vor St. Bartholomä ist der Eiswinkel, hier zeigt der See seine größte Breite, bei St. Bartholomä selbst dagegen ist die engste Stelle des Sees. Der Anblick dieser originellen Kirche mit den roten Kuppeln und den zwei Zwiebeltürmchen ist einfach nur wunderschön. Die Spiegelung der Kirche im See setzt dem phantastischen Eindruck dann noch die Krone auf. Selbst wenn es noch zu früh zum Mittagessen oder Abendessen ist, sollte man auf alle Fälle dem Fischer vom Königssee einen Besuch abstatten und einen der Schwarzreiter probieren. Diese sind seit eh und je eine absolute Köstlichkeit.

Die letzte Anlegestelle ist Salet. Auch von dort aus gibt es viele geniale Wandermöglichkeiten. Die Rückfahrt führt wieder zurück über St. Bartholomä und Kessel bis zur Anlegestelle am Nordufer des Sees.

Wie Sie sicherlich bemerkt haben: Ein Ausflug zum Königssee lohnt sich auf jeden Fall! Genießen auch Sie die herrliche Berglandschaft, und erfreuen Sie sich mit Ihrer Familie Ihres Urlaubes am Königssee.

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