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Salzbergwerk Berchtesgaden Salzzeitreise Schaubergwerk

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Autor: | 21.12.2013

Schon viele Jahrhunderte lang wird in Berchtesgaden Salz abgebaut bzw. gewonnen. Das machte einen Teil der Bevölkerung Berchtesgadens in früheren Jahrhunderten sehr reich und auch begehrt. So wollte zum Beispiel der Salzburger Bischof Wolf Dietrich von Raitenau das Berchtesgadener Land an Salzburg anschließen um ebenfalls vom Reichtum durch das Salz zu profitieren. Heute ist ein Teil des Salzbergwerkes ein Schaubergwerk und zugleich ein Besuchermagnet im Berchtesgadener Land.



Das Salzbergwerk Berchtesgaden nahm 1517 seinen Betrieb auf und wird seit diesem Jahr dauerhaft und ohne Unterbrechung betrieben. Im Jahr 2017 können die Berchtesgadener also auf 500 Jahre Bergwerk und Salzabbau zurückblicken. Hier in Berchtesgaden ist das Salz im „Haselgebirge“ eingeschlossen und muss erst aus dem Gestein gelöst werden. Der Salzstein, der in früheren Zeiten als fester Stein abgebaut worden ist hat eine sehr schöne Struktur. Diese wird auch im Schaubergwerk beeindruckend dargestellt. Das Salz wird heute in vielfacher Hinsicht genutzt. Zum einen als Lebensmittel, als Streusalz im Winter und auch für die Gesundheit ist das Salz für viele sehr wichtig.

Salz und Gesundheit

Schon früh hat man die heilende Wirkung von Salz erkannt. Gerade die Umgebung des natürlichen Salzgesteins ist perfekt für Atemwegserkrankungen. Schon vor über 100 Jahren errichtete man im Berchtesgadener Land Gradierwerke. In einem Gradierwerk läuft Sole über Reisig von oben nach unten und wird so in der Luft zerstäubt. Das Einatmen dieser Salzhaltigen Luft ist angenehm für das Wohlbefinden und sehr gut für die Atemwege. Gradierwerke befinden sich heute in der Gemeinde Schönau am Königssee und in der Gemeinde Ramsau. Ein sehr großes im Stadtpark von Bad Reichenhall.

Die Geschichte des Salzbergwerk

Die Anfänge des Salzabbaus waren aber schon viel früher. Nicht wie vermutet in Berchtesgaden, sondern in Marktschellenberg am Tuval wird 1193 erstmalig ein Salzabbau erwähnt. Erst ein Jahr Später begannen Tätigkeiten am Gollenbach. Das heute bekannte Salzbergwerk mit seinem Schaubergwerk wird im Jahr 1517 unter Fürstprobst Gregor Rainer in Betrieb genommen. Der Beginn war das Anschlagen des Petersberg-Stollen. Die Erste Saline befand sich in Marktschellenberg. Zu dieser wurde auch das Salz transportiert, bevor die Saline Fraunreuth im Jahr 1564 in Berchtesgaden Ihren Betrieb aufgenommen hat. Der Standort dieser Saline in Berchtesgaden war das Areal des heutigen Bahnhofs inkl. Parkplatz und Lagerhaus der Firma Baywa. Der Betrieb der Saline erforderte unglaubliche Massen an Holz um aus der Sole das weiße Gold zu lösen. Dies führte dazu, dass kaum mehr ein Baum im ganzen Berchtesgadener Tal zu finden war und somit der Betrieb der Saline gefährdet war. Nachdem 1816 Berchtesgaden endgültig zu Bayern gefallen war erhält der Königlich Bayerische Salinenrat Georg von Reichenbach den Auftrag zum Bau einer Pipeline von Berchtesgaden bis nach Bad Reichenhall. Dies war die erste Pipeline überhaubt. In Deicheln, das waren ausgehöhlte Baumstämme, wurde die Sole ab Dezember 1817 bis nach Bad Reichenhall gepumpt. Etwas oberhalb vom Ortszentrum in Berchtesgaden können Sie noch heute entlang dieser Pipeline, dem Soleleitungssteg, wandern und die Aussicht auf Berchtesgaden genießen.

Das Salzbergwerk heute

Auch heute wird noch Salz in Berchtesgaden abgebaut und über die Soleleitung nach Bad Reichenhall gepumpt. Der Verlauf der Soleleitung ist heute aber ganz anders als zu Zeiten des Salinenrates Reichenbach. Derzeit werden in 5 Abbauebenen bis zu 20 so genannte Bohrspülwerke betrieben. Das Salzgestein wird dabei mit Wasser gelöst und somit die Sole erzeugt. Derzeit werden so ca. 600.000 Kubikmeter Sole von Berchtesgaden über den Hallturm nach Bad Reichenhall gepumpt. Im Bergwerk arbeiten heute ca. 100 Bergmänner, die täglich für den Salzabbau sorgen.

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