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Das Jadtschlösschen in St. Bartholomä

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Autor: | 18.12.2010

Lange glaubte man, dass das Jagdschloss im Jahr 1733 erbaut worden ist. Ein Umbau am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts gibt jedoch berechtigen Grund zur Annahme, dass das Gebäude schon in der Zeit zwischen  1473 bis 1486 errichtet worden ist. Lange war das Schlösschen der Jagdsitz der Könige von Bayern

Vor allem der Prinzregent Luitpold hielt sich gerne hier hinten am Königssee auf. Heute ist das ehemalige Jagdschloss eine Ausflugsgaststätte zu der sich die Gäste mit der bayerischen Seenschifffahrt in Elektrobooten transportieren lassen oder zu Fuß von einer Bergtour kommen.

Jagdschloss vom Königssee

Vom Gebäude her ist das Jagdschloss eng mit der Kirche verbunden und wird heute als Gaststätte genutzt. Direkt zur Gaststätte gehören auch die großen Fischbehälter, denn früher waren die Pächter  des Gasthauses gleichzeitig auch die Fischer vom Königssee und Erzeuger der berühmten Spezialität vom Königssee, dem vielbegehrten „Königssee-Saibling“ und die so genannten „Schwarzreiter“. In längst vergangenen Zeiten war die Gaststätte auf St. Bartholomä für etwas ganz anderes sehr bekannt. In diesen Zeiten fuhr man über den See um den Bartholomä-Schmarrn zu essen. Diesen gibt es zwar heute nicht mehr, aber dafür viele andere sehr leckere Schmankerl einer gutbürgerlichen Küche, die täglich frisch für die Gäste des Wirtsthauses zubereitet werden. Zum Beispiel ist im heutigen Gasthaus auf der Halbinsel ist ein eigener Konditor angestellt, um die riesigen Mengen an Kuchen tagtäglich frisch herzustellen. Bei den anderen Gerichten sieht es ähnlich aus. Wer also glaubt, dass das Gasthaus eine so genannte Touristenabfertigungsstelle ist die nur auf Quantität und nicht auf Qualität setzt, der liegt hier falsch. In der Gaststätte in Mitten des Königsees kann man gut und reichlich essen.

Die Ausstattung des Schlosses

Im Erdgeschoss des Schlösschens findet der Besucher stilvoll eingerichtete, mit schönen alten Öfen versehene Gaststuben, im Obergeschoss zwei sehenswerte Festsäle mit historischen Abbildungen und das von Prinzregent Luitpold von Bayern jahrzehntelang bewohnte, mit schönen Rokokomalereien geschmückte Eckzimmer, dessen Einrichtung im Jahr 1920 bedauerlicherweise nach München verbracht worden ist. Die Wände in den Festsälen und in der Eingangshalle zeigen große Bilder von gefangenen Riesensaiblingen und Lachsforellen, weiters Geweihe von Hirschen, die von den bayerischen Königen auf St. Bartholomä geschossen worden sind. Vor dem Schlösschen ist ein schöner Gastgarten mit gut gepflegten Kastanienbäumen angelegt. Unter einem dieser Bäume sollte sich ein jeder Besucher setzen und den Blick auf den See und die umliegenden Berge genießen.

Der Erbauer vom Jagdschlosses

Lange glaubte man, dass der Erbauer des Schlosses der Fürstprobst Cajetan Freiherr von Notthaft gewesen ist. Dieser Fürstprobst regierte von 1732 bis 1752 das Berchtesgadener Land. In den Jahren vor dem zweiten Weltkrieg wurde aber die Giebelseite des Jagdschlösschens erneuert. Unter dem Putz wurde zwischen zwei Fenstern im ersten Stock eine mittelalterliche Wandmalerei entdeckt. Diese Wandmalerei zeigt in Form von zwei Wappenschildern mit Inful und Hirtenstab. Das eine Wappen zeigte zwei gekreuzte Schlüssel und war das des Stiftes in Berchtesgaden. Das zweite zeigte  den Schalltrichter eines Blashorns.

Dieses Wappen konnte dem Probst Erasmus Pretschlaipfer zugewiesen werden. Dieser Probst stammte ursprünglich aus Tuntenhausen und regierte von 1473 bis 1486 über das Berchtesgadner Land. Somit muss seit dieser Entdeckung davon ausgegangen werden, dass es bereits dieser Probst war, der hier in der Mitte des Königssees ein Gebäude errichten lies. Dies kan man auch an der bereits zuvor erwähnten Zeichnung von Apian aus dem Jahr 1568 erkennen. In einer weiteren Chronik von Koch-Sternfeld aus dem Jahr 1815, in der Berchtesgadener Chronik kann man nachlesen, dass „dass Schloss und Kirche zu St. Bartholomä von Cajetan v. Notthaft in der heutigen Gestalt erhoben worden sind,“ dass der Genannte also der Wiedererbauer des Schlösschens gewesen sein soll bzw. den Gebäuden die heute sichtbare Form gegeben haben soll. Die Chroniken schreiben als Erbauungsjahr das Jahr 1733. Die Stiftsdekane und Kapitulare der Fürstprobstei Berchtesgadens hatten im Schloss freie Unterkunft und Verpflegung. Diese Vergünstigung wurde von den geistlichen Herren sehr ausgiebig genossen, denn Sie waren besondere Liebhaber der köstlichen Barthlmä-Saiblinge.

Essen wie die Könige in Berchtesgaden

Auch heute bekommt man noch die köstlichen Schwarzreiter und Saiblinge. Allerdings ist der Fischer nicht mehr gleichzeitig der Wirt wie in vergangenen Zeiten. Diese Fische direkt aus dem Königssee dürfen Sie sich allerdings dennoch nicht entgehen lassen. Das sind wahrhaftige bayerische Schmankerl.

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